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Stand: 26.10.2018

Pressemitteilung

Caritas in Trauer nach dem Unfalltod von Waltraud Kramer

Die 54jährige ist am Mittwoch, 31. Oktober, unter großer Anteilnahme in Wegscheid beerdigt worden. Mit ihr hat der Caritasverband für die Diözese Passau e.V. eine langjährige, allseits geschätzte und beliebte Mitarbeiterin verloren.

Mit großem persönlichem Einsatz hat sie die Arbeit mit den Kindern und für die Familien zu ihrer Lebensaufgabe gemacht. Dies würdigten die Caritasvorstände, Diakon Konrad Niederländer als Bischöflicher Beauftragter und Michael Endres als Caritasdirektor, zusammen mit den Abteilungsleitern der Kinder und Jugendhilfe, Dr. Martina Hartl und Stefan Seiderer.

Waltraud Kramer war von September 1983 bis Oktober 2018 zunächst als Berufspraktikantin, dann als Erzieherin und ab 1994 als Leiterin in der Kindertagesstätte in Hauzenberg tätig. Sowohl das Team der Einrichtung als auch die vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas waren zusammen mit den Eltern und Kindern vom plötzlichen Tod zutiefst erschüttert.

Ihre herzliche, offene und hilfsbereite Art wurde bei der Beerdigung immer wieder herausgestellt. Ob fachliche Kompetenz oder Einsatz für das Personal, ob Umgang mit den Kindern und Eltern, ob Energie und Durchhaltevermögen: „Wer ihr begegnete, spürte und erlebte mit welchem Herzblut sie für die Kinder, die Eltern und ihr Team da war, vielfach weit über den normalen Arbeitstag hinaus“, brachte es Diakon Konrad Niederländer für die große Trauergemeinschaft zum Ausdruck. Der frühere Pfarrer in Hauzenberg, Dekan Josef Tiefenböck, Bürgermeisterin Gudrun Donaubauer, Josef Fisch als Ortsvorsitzender der Caritas und Max Seibold waren wie die gesamte Gemeinschaft noch immer fassungslos. Sie würdigten in Predigt und Nachrufen das Lebenswerk der Verstorbenen.

Diakon Niederländer beschrieb sie als einen Menschen, der die gesamte Atmosphäre im Haus prägte und das Konzept des Hauses mit jahrelangem hohem Engagement und ohne müde zu werden vorangebracht habe. Sie sei in ihrer Arbeit geradezu aufgegangen. „Sie erwies sich als tatkräftige, verantwortungsbewusste und beständige Leiterin, die auch Auseinandersetzungen zum Wohle der Kita nicht gescheut hat“.

Der Caritasverband durfte sie immer sehr umsichtig und sorgfältig erleben, um Lösungen bemüht bis es gut war für Kinder, Eltern und das Team. Eine Mitarbeiterin aus dem Team – derzeit sind das 22 Personen – brachte es so auf den Punkt: „Waltraud konnte ein Gefühl vermitteln, in dem man selber wachsen kann“. Die 113 Kinder, die momentan in die zwei Krippen- und drei Kindergartengruppen kommen, und natürlich deren Eltern und Angehörige konnten sich damit bestens begleitet und gefördert wissen. Gerade für Familien mit Migrationshintergrund war sie eine verlässliche Ansprechpartnerin. Waltraud Kramer konnte auch den nachbarschaftlichen Bogen spannen, nämlich zum Caritas-Seniorenheim St. Josef. Mit den Kindern war sie oft bei den Senioren zu Gast und war selbst Mitglied im Chor „Regenbogen“.

Waltraud KramerZeichen der Verbundenheit mit Waltraud Kramer über den Tod hinaus. In der Kindertagesstätte St. Josef ist ein Gedenktisch gestaltet worden.Passauer Neue Presse

Das Team als auch die Kinder waren in den Tagen nach dem Bekanntwerden des plötzlichen Todes intensiv begleitet worden. Waltraud Kramer war am Freitag, 26. Oktober, ihrem Geburtstag, bei einem Verkehrsunfall verstorben. Ein sichtbarer Ausdruck für die Trauer sind die Zeichen des Gedenkens und das Kondolenzbuch in der Kindertagesstätte. Dahinter steht der persönliche Dank für die Begegnungen und vor allem das Gebet für Waltraud Kramer.

 

 

Am Samstag, 10. November, findet in der Pfarrkirche in Hauzenberg um 17.00 Uhr ein Gedenkgottesdienst statt.