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Stand: 29.06.2017

Pressemitteilung

Miteinander leben im Passauer Altstadtkindergarten

Mit Hilfe des Arabischen Alphabets schrieben einige Kindergartenkinder ihren Namen.

Schon mehrfach wurden mit dem Verein "Gemeinsam leben und lernen in Europa e.V." Projekte durchgeführt. Dieses Mal ging es um Syrien. "Wir beginnen bei den Kleinen mit kleinen Schritten, damit die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft gelingen können", erläutert die Leiterin der Caritas-Einrichtung, Monika Roth. Die Kinder bauen Vertrauen zueinander auf und schließen Freundschaft. Aufeinander zu achten und einander anzunehmen gehört dazu, damit das gemeinsame tagtägliche Zusammenleben von Kindern aus verschiedenen Nationen klappt. Zusammengefasst hier der Bericht von Antonia Kreile, Mitorganisatorin des Workshops:

Die Augen der Kinder leuchteten vor Neugier als Mohammed Bayzeed und Lama Al Darraji, von ihrer Heimat erzählten. Mit zahlreichen Bildern vermittelten die gebürtigen Syrer den Kindern, wie es in diesem Land aussieht, welche Tiere es dort gibt, wie die Kinder dort zur Schule gehen und was man in Syrien so isst. Viele Passauer Kinder haben schon gehört, dass in diesem für sie noch fremden Land Krieg herrscht und deshalb viele Syrer nach Deutschland kommen.

Zu Beginn verglichen sie Landkarten von Deutschland und Syrien, um die Länder dann auf dem Globus einzuordnen. Das dauert nicht lange. "Erstaunlich, wie viel Wissen die Kinder über Deutschland haben und wie schnell sie sich etwas über Syrien merken konnten", so Antonia Kreile. Manchmal hilft Malen wie bei der syrischen Flagge. Es fiel den Kindern leicht, Bilder verschiedener Landschaften Deutschland und Syrien zuzuordnen.

Die syrischen Köstlichkeiten haben es den Kindern angetan

"Man konnte die Faszination der Kinder für andere Länder und Kulturen richtig merken", bestätigte Lama, die den Workshop hielt. Die Sprache Arabisch faszinierte die Kinder. Mit Hilfe des Arabischen Alphabets schrieben einige ihren Namen. Höchst willkommen waren die syrischen Köstlichkeiten, die ganz kindgerecht und gleichzeitig kulturecht auf dem Boden sitzend mit den Händen gegessen wurden. Das arabische Brot mit Humus und die mit Datteln gefüllten Kekse hatten es allen angetan. Zum Abschluss zeigten die Referenten noch ein kurzes Video ihrer Lieblings-Cartoon-Serien. Antonia Kreile: "Man konnte beobachten, wie sich die Kinder durch ihre natürliche Neugierde auf Neuartiges einlassen und es dadurch plötzlich nicht mehr so fremd war". Zum Dank gab es von den Kindern eine geräuschvollen Klatschrakete.

Das Fazit von Monika Roth: ein gutes Beispiel um voneinander zu lernen. Ein rundes Angebot.