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Stand: 29.06.2017

Pressemitteilung

Zehn Jahre „Arbeitskreis Frühe Hilfen“ der Caritas

Vor zehn Jahre haben sich im Arbeitskreis „Frühe Hilfen“ über 20 katholische und kommunale Einrichtungen zusammengeschlossen, um übergreifend zu fördern. Am Dienstag, 2. Oktober, haben die Mitglieder mit Georg Kaesehagen-Schwehn vom Deutschen Caritasverband (DCV) Bilanz gezogen und nach vorne geblickt.

„Auf den Anfang kommt es an“, betonte der Referent für Frühe Hilfen beim DCV. Das galt nicht nur bei der Gründung des Arbeitskreises vor zehn Jahren. „Die Eltern befähigen, damit sie für ein gesundes Aufwachsen der Kinder sorgen zu können“, das ist das Kernanliegen der Caritas. Frühe Hilfen - der Name sagt es - sollten frühzeitig und präventiv bei Bedarf schon ab der Schwangerschaft einsetzen. Das offene und freiwillige Angebot sollten junge Eltern auf eigenen Wunsch in Anspruch nehmen können, um die Säuglinge und Kleinkinder zu versorgen und zu erziehen. Georg Kaesehagen-Schwehn unterstrich die Erziehungsverantwortung der Eltern. „Wir sind Elternversteher“, betonte er mit Blick auf das multiprofessionelle Netzwerk der Fachkräfte. Dieses wirkt zusammen, um die Gesundheit der Kinder zu fördern, wenn nötig bei Gefährdung aber auch, um die Kinder zu schützen. Dabei sieht er die Caritas gut aufgestellt. Die Rückmeldungen der Familien seien äußerst positiv, sie würden die Angebote sehr hilfreich erfahren.

Kaesehagen-Schwehn erlebt, dass sich das Thema Frühe Hilfen gesellschaftlich wie politisch höchst dynamisch entwickelt. Auf Bundes- und Länderebene hat sich durch das Kinderschutzgesetz, Programme wie „Guter Start ins Kinderleben“ und mit dem „Nationalen Zentrum Frühe Hilfen“ viel getan. Aber Finanzmittel und Personalressourcen sind ein Dauerthema. Dabei würden durch präventive Programme Kosten gespart. Es sei besser früh zu investieren als später zu reparieren.

Sein Appell: „Wir brauchen ein „Gute-Kindheits-Gesetz“.

Sie informieren über Frühe Hilfen und passgenaue Angebote für Familien. Erika Paul, Fachbereichsleiterin Jugend- und Familienhilfe beim Diözesancaritasverband Passau und Georg Kaesehagen-Schwehn vom Deutschen Caritasverband. Sie informieren über Frühe Hilfen und passgenaue Angebote für Familien. Erika Paul, Fachbereichsleiterin Jugend- und Familienhilfe beim Diözesancaritasverband Passau und Georg Kaesehagen-Schwehn vom Deutschen Caritasverband. caritas

Das Erreichte für junge Familien stabilisieren und ausbauen. Das gilt auch für Erika Paul als Fachbereichsleiterin der Jugend- und Familienhilfe des Caritasverbandes für die Diözese Passau e.V. Dazu dient der Leiterin des Arbeitskreises der kontinuierliche Austausch der unterschiedlichen Partner. Wie die Familien und gerade Risikofamilien erreichen und sie motivieren, Hilfe anzunehmen, wie die Hilfen steuern und prüfen. Gesprächsbedarf für die nächsten zehn Jahre gibt es genug.

Ein aktuelles Anliegen des Arbeitskreises ist das „Bündnis gegen Schütteltrauma“. Langanhaltendes, unstillbares Babyschreien ist häufig der Auslöser für das Schütteln eines Babys. Die Fachleute wollen über die Gefahren des Schüttelns von Säuglingen und Kleinkindern aufklären. Dazu gehören Ratschläge, wie Eltern mit einem schreienden Baby umgehen können und wo sie Unterstützung finden.

Ein regional dichtes Netz der Hilfe
Dem Netzwerk gehören im Bereich der Diözese Passau Einrichtungen wie die Caritas-Erziehungs-, Familien- und Schwangerschaftsberatungsstellen, die Caritas-Frühförderdienste, die Sozialpädagogischen Familienhilfen, die Fachberatung für Kindertageseinrichtungen an, dazu Kooperationspartner, wie die koordinierenden Kinderschutzstellen der kommunalen Jugendämter (KOKI), das Frauenhaus und die Kinderklinik.