Die Caritasvorstände Andrea Anderlik und Stefan Seiderer und Andrea Anderlik (li.) und die Neugewählten für den Caritasrat und die Delegiertenversammlung des Deutschen Caritas-verbandes: (v.li.) Johannes Erbertseder, Monika Trompa, Alexandra Aulinger-Lorenz, Manfred Brandl, Julius Krieg, Maximilian Bäumler, Kathrin Seiler, Markus Sturm, Dr. Peter Seidl, Dom-kapitular Gerhard Auer und Sebastian Schlutz.caritas/mr
Die Caritas im Bistum Passau ist in dieser Zeit vielfach gefordert. Weil die Menschen mehr Hilfen brauchen. Weil das dafür nötige Personal nicht leicht gefunden werden kann. Weil bei steigenden Kosten die staatlichen und auch kirchlichen Zuschüsse weniger werden. Dennoch sind sich die beiden Vorstände Andrea Anderlik und Stefan Seiderer einig: Der katholische Wohlfahrtverband wird auch künftig an der Seite der Menschen stehen, Rat und konkrete Hilfen bieten. Klares Signal: Die Caritas ist für die Kirche und die Gesellschaft unverzichtbar. Im Gesamt begleiten die 480 katholischen Sozialeinrichtungen im Bistum Passau knapp 130.000 Personen. Über 10.000 Mitarbeiter:innen sind dafür täglich im Einsatz. Am Donnerstag, 11. Juni, fand in Passau die Vertreterversammlung statt.
Sie sehen die Caritas derzeit stark gefordert. Die Caritasvorstände Andrea Anderlik und Stefan Seiderer bei der Vertreterversammlungcaritas/mr
Die Caritasdirektorin sprach von einer angestrengten aber zukunftsorientierten Lage. Allein die über 100 Millionen Euro, die derzeit in Großprojekte der Altenhilfe und Behindertenhilfe investiert werden, bestätigen es. Gleichzeitig erwartet die Caritas entsprechende Unterstützung und Förderung seitens Staat, Kommunen und Kirche, um auch künftig eine wichtige Säule im Sozialgefüge zu bleiben. Die Caritas wirke gezielt dem Fachkräftemangel entgegen mit Maßnahmen zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeiter:innen. Die Digitalisierung im Verband schreite voran. Aber die Arbeit mit und für Menschen sei eben auf ausreichendes und qualifiziertes Personal angewiesen. Strategisch stellt sich die Caritas mit einem pastoralen Konzept, einer neuer Markenarchitektur, sprich Design, sowie beim Datenschutz und der Energieeffizienz auf. Die Zahl der Mitarbeiter:innen allein im Diözesan-Caritasverband, so Anderlik, sei von 2022 bis 2026 von 3850 auf aktuell 4463 gestiegen; vor allem bedingt durch die jetzt 114 Kitas unter dem Dach des Diözesanverbandes.
Der Bischöflich Beauftragte, Stefan Seiderer, betonte vor den über 50 Vertreter:innen aus den Orts- und Pfarrcaritasvereinen, den Kreisverbänden, angeschlossenen Arbeitsgemeinschaften, Fachverbänden und Diensten: "Caritas lebt nicht aus dem Engagement Einzelner allein, sondern aus dem Miteinander vieler. Die Vertreterversammlung der Caritas sei ein Zeichen gemeinsam getragener Verantwortung. "Wenn wir voneinander und aufeinander hören, entsteht etwas von dem, was das Evangelium Gemeinschaft nennt. Dies stärkt unsere Zusammenarbeit über die verschiedenen Ebenen und Bereiche unseres Verbandes hinweg zum Wohle der Menschen, die auf unsere Hilfe, unsere Nähe und unsere Hoffnung angewiesen sind", so Seiderer. Bei der Vertreterversammlung, wurde beschlossen die Satzung des Verbandes zu überprüfen und den Vorgaben des Deutschen Caritasverbandes anzupassen.
Wahlen bei der Vertreterversammlung
In den Caritasrat, in dem verschiedene Träger der Wohlfahrtspflege im Bistum Passau die sozial-caritative Arbeit abstimmen, wurden gewählt: Manfred Brandl und Monika Trompa aus Altötting, Dr. Peter Seidl aus Waldkirchen, Alexandra Aulinger und Sebastian Schlutz aus Freyung, Markus Sturm aus Passau; für den Priesterrat Domkapitular Gerhard Auer aus Passau, sowie Markus Biber als Vertreter des Diözesanrates. Die zur Caritas zählenden Fachverbände, Arbeitsgemeinschaften und Mitglieder werden vertreten durch Julius Krieg vom Kreuzbund, Johannes Erbertseder, Seraphisches Liebeswerk der Kapuziner und Maximilian Bäumler, Caritas Wohn- und Pflegegemeinschaft St. Elisabeth Regen.
Für die Delegiertenversammlung des Deutschen Caritasverbandes e.V. wurden gewählt: Kathrin Seiler, Geschäftsführender Vorstand des KCV Rottal-Inn, Johannes Erbertseder, Geschäftsführender Vorstand "Seraphisches Liebeswerk" und Pfarrer Josef Tiefenböck, Aufsichtsrat Kreiscaritasverband Passau Stadt und Land e.V.
Wolfgang Duschl