Kunstreferent Alois Brunner mit zwei Werken der Ausstellung zum Thema „Sichtbare Barmherzigkeit“: Ein „Rettungsring“ aus Stacheldraht von Nikodemus Löffl vor dem Gemälde „Licht am Horizont“ von Alexandra Hiltl mit einem auf dem Meer treibenden Flüchtlingsboot. W. Friedenberger
Unter dem Titel "Sichtbare Barmherzigkeit" ist dort eine ungewöhnliche Ausstellung zu sehen. Konzipiert wurde die bis 31. Oktober dauernde Sonderschau von Kunstreferent Alois Brunner und Künstler- Seelsorger Msgr. Dr. Bernhard Kirchgessner.
Einsichten in flüchtige Leben
Wo sonst Monstranzen und Reliquiare zu sehen sind, stehen zur Zeit Kunstexponate, die an Werke der Barmherzigkeit erinnern. So appelliert zum Beispiel der Künstler Nikodemus Löffl (Wartenberg bei Landshut) mit einem "Rettungsring" eindringlich an Hilfsbereitschaft und Menschenfreundlichkeit.
Gleichzeitig zeigt er mit seiner Arbeit aber auch, wie wenig es braucht, um eine Idee, ein Verhalten ins Gegenteil kippen zu lassen: Seinen "Rettungsring" hat er aus Stacheldraht gemacht und ihm den Namen "Festung Europa" gegeben.
Zu sehen ist die Ausstellung von 10 bis 16 Uhr; an Sonn- und Feiertagen ist geschlossen.
Prof. Dr. Isidor Baumgartner (Passau) bei der Ausstellungseröffnung über den Titel "Sichtbare Barmherzigkeit": "Wer anderen zu helfen versucht, in Familie und Freundeskreis, in Ehrenamt oder Beruf weiß, dass der erste Schritt im genauen Wahrnehmen des Rat- oder Hilfesuchenden erfolgt. Das Sehen ist der entscheidende Schlüssel für das richtige Helfen."
WF