Der Caritasverband für die Diözese Passau unterstützt den Spendenaufruf von Caritas international für die Erdbebenopfer in Venezuela. Die Hilfe kommt den Menschen zugute, die von der Caritas Venezuela vor Ort versorgt und begleitet werden.
Nach dem schweren Erdbeben im Norden Venezuelas unterstützt der Caritasverband für die Diözese Passau e. V. den Spendenaufruf von Caritas international für die betroffenen Menschen. Die Caritas Venezuela hat ihre Nothilfe unmittelbar nach der Katastrophe aktiviert. Über ein nationales Nothilfe-Koordinationszentrum werden die Hilfsmaßnahmen gebündelt. In zahlreichen Pfarreien und Kirchengemeinden sind lokale Nothilfezentren entstanden. Dort versorgen freiwillige Helferinnen und Helfer die Betroffenen mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Hygieneartikeln. Zugleich dienen die Notzentren als Anlaufstellen für Menschen, die Angehörige suchen, ihr Zuhause verloren haben oder durch die Folgen des Erdbebens traumatisiert sind.
"Unsere Gedanken sind bei den Menschen in Venezuela, die von einem Moment auf den anderen ihre Sicherheit, ihr Zuhause oder Angehörige verloren haben", sagt Caritasvorständin Andrea Anderlik. "Gerade in einer solchen Katastrophe zeigt sich, wie wichtig das weltweite Netzwerk der Caritas ist: Hilfe kommt dort an, wo Menschen sie jetzt dringend brauchen."
Besonders schwere Schäden in den Küstenregionen
Besonders dramatisch ist die Lage nach Angaben von Caritas international in den küstennahen Bundesstaaten La Guaira, Caracas und Carabobo. Viele Gebäude sind eingestürzt oder schwer beschädigt. Tausende Menschen verbringen aus Angst vor weiteren Erschütterungen die Nächte in Parks, auf öffentlichen Plätzen oder in provisorischen Lagern. Familien suchen nach vermissten Angehörigen, Kinder wurden zeitweise von ihren Eltern getrennt.
"Unsere Kolleginnen und Kollegen sind seit den ersten Stunden nach dem Erdbeben im Einsatz. Sie verschaffen sich gemeinsam mit den Pfarrgemeinden ein Bild der Lage, versorgen die Menschen mit dem Nötigsten und begleiten diejenigen, die alles verloren haben", sagt Jonas Brenner, Nothilfekoordinator von Caritas international für Lateinamerika. Besonders bemerkenswert sei, dass viele der rund 30.000 freiwilligen Helferinnen und Helfer der Caritas selbst von den Folgen des Erdbebens betroffen seien.
Bestehende Caritas-Strukturen ermöglichen schnelle Hilfe
Caritas international kann gemeinsam mit der Caritas Venezuela auf bestehende Strukturen zurückgreifen. Bereits vor dem Erdbeben war die Caritas in Venezuela aktiv und unterstützte dort besonders schutzbedürftige Menschen, darunter Kleinkinder, schwangere und stillende Frauen sowie alleinstehende ältere Menschen. Die vorhandenen Netzwerke helfen nun, die Nothilfe schnell auszuweiten.
"Dass die Caritas bereits in den betroffenen Regionen präsent ist, ist in dieser Lage entscheidend", sagt Caritasvorstand Stefan Seiderer. "Die lokalen Teams kennen die Gemeinden, wissen um die Not vor Ort und können Hilfe schnell und unbürokratisch organisieren. Jede Spende hilft, diese Arbeit zu stärken."
Neben der Versorgung mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Hygieneartikeln werden Notunterkünfte und psychosoziale Unterstützung zunehmend wichtig. Viele Menschen können aus Sicherheitsgründen nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Caritas begleitet sie in den Notunterkünften und kümmert sich besonders um Kinder, ältere Menschen und andere Schutzbedürftige.
Spenden für die Nothilfe von Caritas international
Der Caritasverband für die Diözese Passau bittet deshalb um Unterstützung für die Nothilfe von Caritas international.
Spendenkonto: Caritas international Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33KRL
Stichwort: CY02337 Erdbeben Venezuela
Online spenden: www.caritas-international.de
Caritas international ist das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes und Teil des weltweiten Caritas-Netzwerks mit 162 nationalen Mitgliedsverbänden.