Liebe Leserinnen und Leser,
wann müssen Sie morgens aufstehen? Viele von Ihnen werden wohl auf diese Frage antworten, dass dies auf die Tagesgestaltung drauf ankommt. Muss ich morgens in die Arbeit oder habe ich frei? Was ist für den Tag geplant?
In diesen Tagen steht die Sommersonnenwende an. Die längsten Tage und die kürzesten Nächte. Sonnenaufgang ist bereits um 5 Uhr morgens und erst nach 21 Uhr abends geht die Sonne wieder unter. Ich hör immer wieder, dass Leute in dieser Zeit der Sommersonnwende früher aufstehen als sie eigentlich müssten. Sie gönnen sich bewusst ein paar Minuten. Sie genießen die ersten Sonnenstrahlen, die Ruhe, die angenehme Luft und das Vogelgezwitscher. Dieser morgendliche Gruß der Vögel hat was und vermittelt eine positive Stimmung. Manchmal ist es ein richtiges Pfeifkonzert. So wie Don Bosco, der bedeutende Jugendseelsorger aus dem 19. Jahrhundert den Satz geprägt hat: "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen".
Die Spatzen kommen auch im Evangelium dieses Sonntags vor. Jesus sagt, dass wir Menschen mehr wert sind als viele Spatzen. Im gleichen Textabschnitt sagt Jesus außerdem dreimal "Fürchtet Euch nicht" und "selbst Eure Haare auf dem Kopf sind gezählt". Ich denke mir, o.k. ich habe zumindest noch welche, auch wenn diese schon längst grau sind. Es geht ihm ja auch nicht um die Haare. Ich verstehe dies Aussagen so: Gott sorgt sich um alles. Wir sind ihm wichtig. Alles ist gut. Wir brauchen uns nicht zu fürchten.
Angst und Aufgeregtheit, Sorge und Termindruck, Sicherheitsdenken und Unsicherheit, lückenlose Planung und Aktionismus, all die halbleeren Gläser machen uns unser Leben schwer. Wie soll man es schaffen, da noch fröhlich zu sein oder gar Gutes zu tun oder positiv zu bleiben. Schwierig, wenn es doch eh nur noch schlechte Nachrichten in dieser Zeit gibt. Wie können wir da die Aussage von Don Bosco verstehen? Ist diese Aussage aus einer anderen Zeit bzw. vielleicht aus der Zeit gefallen?
Ich finde nicht, denn Gutes, das gibt auch in unseren Tagen. Als kleines Beispiel - ich darf aktuell in meiner Tätigkeit der Gemeindecaritas eine Pfarrgemeinde begleiten, die am Ort eine Nachbarschaftshilfe aufbauen möchte. Das ist ein tolles ehrenamtliches Engagement! Sich um andere kümmern, sozusagen den Blick nicht nur auf sich selbst, sondern auf seinen Nachbarn richten. Manchmal hilft es aber auch schon, wenn wir die Augen öffnen und um uns herum die Fröhlichkeit und das Gute wahrnehmen, z. B. ein Lächeln, eine kleine Geste, ein positives Wort. Vielleicht fangen wir dann auch ganz leise an zu pfeifen wie die Spatzen! Vielleicht sogar gemeinsam mit den Vögeln am Morgen auf unserem Balkon, unserer Terrasse - weil wir den Sommermorgen genießen und mit positiven Gedanken und einem Lächeln in den Tag starten.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Sonntag!
Herzlichst
Christian Schacherbauer
Gemeindecaritas
Pressemitteilung
Gedanken zum Sonntag: Starte mit einem Lächeln in den Tag
Erschienen am:
21.06.2026
Herausgeber:
Caritasverband für die Diözese Passau e.V.
Abteilung Gemeindecaritas
Obere Donaulände 8
94032 Passau
Abteilung Gemeindecaritas
Obere Donaulände 8
94032 Passau
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