23. September 2011
Kirchliche Segnung für „St. Chiara“ –
ein Haus wie sein Name
Freyung / Passau: - Neuer Standort, neues Haus, neuer Name, neues Flair: Die „Arche“, Wohnheim für psychisch kranke Menschen, ist von Bauzing bei Hauzenberg nach Freyung umgezogen und heißt jetzt „St. Chiara“. Die Metamorphose war eine totale, denn geblieben sind nur als Träger der Diözesan-Caritasverband Passau, die Zielsetzung der Einrichtung, der Mitarbeiterstab um Heimleiterin Elisabeth Schmid und die Bewohner, für die der Umzug bereits im März d.J. vonstatten ging.
In „St. Chiara“ leben Menschen, die nicht, nicht mehr, oder noch nicht alleine leben können, weil ihre Fähigkeiten zur Eingliederung in die Gesellschaft in erheblichem Maße gestört sind.
21 Bewohner haben derzeit in „St. Chiara“ eine Heimat gefunden. Bis Ende September kommen zwei weitere dazu, so dass das Haus, das in der „Brücke“ im Bannholz 4 a integriert ist, eine vollständige Auslastung erfährt.
Der Umzug der Caritas-Einrichtung nach Freyung war notwendig geworden, weil die Bewohner hier wesentlich bessere Anbindungsmöglichkeiten vorfinden. Alle wichtigen Einrichtungen sind fußläufig in kürzester Zeit zu erreichen: „St Chiara“ liegt auf der einen Seite in der Stadt Freyung, auf der anderen im Grünen. Eine optimale Lage und beste Voraussetzungen also, um die Seele gesunden zu lassen.
Das Haus selbst ist hell, luftig, freundlich und äußerst funktionell eingerichtet. Deswegen passt auch der Name perfekt: „Chiara“ bedeutet „die Leuchtende“. Und so ist das Haus wie sein Name: Ein leuchtendes Beispiel für eine gelungene bauliche Maßnahme, Zielsetzung und Integration.
Jeder der Bewohner hat sein eigenes privates Reich, jede der beiden Wohngruppen verfügt über Küche, Wohn-, Esszimmer und Aufenthaltsräume. Das Haus wurde vom Vermieter nach den Wünschen und Bedürfnissen der Caritas und der Bewohner umgebaut und eingerichtet. Durch die geschmackvolle Dekoration mit Naturmaterialien und freundlichen Bildern in den für alle Bewohner zugänglichen Räumen entsteht ein Ambiente, in dem sich sowohl Besucher als auch Bewohner wohl fühlen.
Domkapitular Dr. Michael Bär, Bischöflicher Beauftragter und Vorstand des Diözesan-Caritasverbandes Passau, erteilte „St. Chiara“ den kirchlichen Segen. Er ging in seiner Ansprache kurz auf die Namenspatronin des Hauses, die heilige Chiara, ein und meinte, ihre Ordensregeln seien sehr demokratisch gewesen. Das merke man auch an diesem Haus. Es sei dazu da, Menschen hereinzuholen und sie auch mit ihren Beeinträchtigungen anzunehmen, wie sie sind.
Voll des Lobes äußerten sich nicht nur die Ehrengäste bei der Einweihung von „St Chiara“, sondern auch die Bewohner. Sie haben sich in der Zwischenzeit gut eingelebt und fühlen sich willkommen in Freyung.
Das Haus stellt sinnvolle Beschäftigungs- und Freizeitangebote für die Bewohner zur Verfügung. Es wird gestützt, begleitet, gefördert, wo es notwendig und sinnvoll erscheint. Fünf der Bewohner haben einen Arbeitsplatz in den Wolfsteiner Werkstätten der Caritas gefunden, in einer eigens eingerichteten Arbeitsgruppe für psychisch kranke Menschen.
„St. Chiara“, die „Leuchtende“, wird sicher auch weiterhin ihre schützende Hand über die Caritas-Einrichtung halten, zum Wohle der Bewohner, der Mitarbeiter, der Verantwortlichen und der Caritas.