Strahlender Sonnenschein beim Baustellenfest. V.l.:Josef Lackner, Michael Unverdorben, Borka Parlackovic, Thomas Häringer, Gerhard Eckl, Bischöflich Beauftragter Stefan Seiderer, design. Oberbürgermeister Andreas Rother, Caritas-direktorin Andrea Anderlik, Helmut Wurm, Astrid Wegerbauer, Thomas Deschner und Kerstin BürgermeisterCaritas Passau/ho
Das Gebäude steht, das Dach ist drauf: auf einem der größten Baustellen in der Stadt Passau konnte nach rund zweieinhalbjähriger Bauzeit ein kombiniertes Baustellen-Richtfest gefeiert werden. Der Neubau des Bauabschnitt I der Caritas Förderzentren Don Bosco und St. Severin in Passau-Grubweg schreitet planmäßig voran. "Es ist heute kein klassisches Richtfest mehr, da die Arbeiten Gott sei Dank so zügig voranschreiten, dass bereits mit den ersten Erstricharbeiten und dem Trockenbau im Innenbereich begonnen werden kann. Auch die Dachbegrünung startet jetzt und bereits im Juni wird die Außenfassade fertig sein," erklärte Baustellenkoordinator Helmut Rammer am Festtag.
Architekt und Zimmerer Josef Lackner sprach in Beisein der Bauherrin Caritasdirektorin Andrea Anderlik den obligatorischen Richtspruch und wünschte vor zahlreichen Gästen von Caritas, Politik, beteiligten Unternehmen und Nachbarn dem Projekt eine unfallfreie Fertigstellung.
Schon in einem Jahr, geplant April 2027, soll der Bauabschnitt I, das Förderzentrum St. Severin mit Schwerpunkt geistige Entwicklung, fertig gestellt sein und die ersten Schülerinnen und Schüler den Unterricht im neuen Gebäude des sonderpädagogischen Zentrums erhalten. Auch die Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) und die Heilpädagogische Tagesstätte (HPT) ziehen mit um.
Dann sollen wiederum die Don-Bosco-Schülerinnen und Schüler in den freiwerdenden Severin-Altbau übersiedeln. Der Startschuss für Bauabschnitt II, der Neubau des Förderzentrums Don Bosco für körperliche und motorische Entwicklung, ebenfalls mit SVE und HPT. Wenn alles weiter im Plan bleibt, kann der Termin zur Fertigstellung Ende 2030 eingehalten werden. Ein deutliches Zeichen für junge Menschen mit unterschiedlichen Handicaps. 50 Jahre nach Bau der ersten Förderzentren in Passau-Grubweg waren Häuser und Ausstattung in die Jahre gekommen und mit neuen Vorschriften nicht weiter vereinbar.
"Bereits 2011 fiel der Startschuss zu den ersten Planungen dieses Megaprojekts. Zunächst als Sanierung geplant wurde daraus ein moderner Neubau. Ein Ort der Fürsorge, Geborgenheit und Begegnung. Wir übernehmen damit auch in Zukunft Verantwortung für unsere Kinder und Jugendlichen." so Caritasdirektorin Andrea Anderlik und mit Blick auf den designierten Oberbürgermeister Andreas Rother: "Ein großer Dank gilt allen mitwirkenden Unternehmen und Unterstützern, hier natürlich besonders auch der Stadt Passau."
Der baldige Oberbürgermeister Andreas Rother betonte, man wäre stolz darauf, dass es eine so wichtige Einrichtung in Passau gibt:" Hier spürt man die Empathie, die den Kindern und Jugendlichen entgegengebracht wird. Als Oberbürgermeister will ich alles dafür tun, dass dieser Komplex schnell fertig gestellt werden kann."
Es ist die größte Baumaßnahme in der gut hundertjährigen Geschichte des Caritas-Diözesanverbandes. Ein Millionenbau mit modernster Ausstattung für Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf. Das Bistum Passau finanziert mit einer Summe von 10 Millionen Euro mit, auch Sternstunden e. V. unterstützt mit 1,5 Millionen Euro. St. Severins Schulrektor Thomas Deschner sieht hier mehr als nur teure Mauern und Räume: "Hier werden pädagogische Bedürfnisse mit Ästhetik verbunden. Gut gestaltete Räume geben unseren Schülern auch Sicherheit in ihrem Tun."
Das war den verantwortlichen Architekten H2M wichtig: trotz Funktionalität Geborgenheit und Heimat vermitteln. "Wir haben historische Elemente der Stadt Passau miteinfließen lassen," erläuterte Gerhard Eckl, Geschäftsführer von H2M. Der herzförmige Bau als Hybridkonstruktion aus Stahlbeton und Holz, viel Grün und einer gut durchdachten Infrastruktur ist jetzt einen Schritt weiter für die rund 350 Schülerinnen und Schülern zeitgemäße und zukunftsfähige Rahmenbedingungen zu schaffen.