Die Ehrenamtlichen der Kleiderkammer der Ortscaritas Osterhofen sortieren, beraten und schaffen einen Ort, an dem gebrauchte Kleidung eine neue Chance bekommt.Anna Berlinger
Gebrauchte Kleidung, offene Türen und ein Ort der Begegnung: Die Passauer Neue Presse hat die Kleiderkammer der Ortscaritas Osterhofen besucht und stellt das ehrenamtliche Projekt in einem ausführlichen Bericht vor.
Die Kleiderkammer der Ortscaritas Osterhofen ist seit dem Jahr 2000 ein reines Ehrenamtsprojekt. Geöffnet ist sie an jedem ersten und dritten Mittwoch im Monat. Dort können Menschen gut erhaltene gebrauchte Kleidung gegen einen kleinen Beitrag erwerben. Ein Bedürftigkeitsnachweis ist nicht erforderlich. Willkommen sind alle, die nachhaltig einkaufen, ein besonderes Stück finden oder den Kontakt zu anderen Menschen suchen.
Die Passauer Neue Presse hat die Arbeit der Ehrenamtlichen jetzt in einem Beitrag vorgestellt. Journalist Christoph Stahl war dafür vor Ort, ließ sich die Abläufe erklären und bekam Einblick in das, was die Kleiderkammer ausmacht: sorgfältig sortierte Kleidung, praktische Hilfe im Alltag, ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und vor allem ein herzliches Team.
In der Kleiderkammer werden gespendete Kleidungsstücke angenommen, geprüft, sortiert und für den Verkauf vorbereitet. Oft sind darunter sehr gut erhaltene Stücke, manchmal sogar neue Kleidung. Was nicht verkauft wird, kommt nicht einfach weg: Die Ehrenamtlichen achten darauf, dass Kleidung möglichst weiter genutzt wird. Der Erlös unterstützt soziale Projekte.
Die Kleiderkammer ist aber mehr als eine günstige Einkaufsmöglichkeit. Sie ist auch ein Ort der Begegnung. Viele Menschen kommen nicht nur wegen der Kleidung, sondern auch für ein Gespräch, einen kurzen Austausch oder einen Moment Gemeinschaft. Damit wirkt das Projekt ganz praktisch gegen Einsamkeit - bei den Besucherinnen und Besuchern, bei spendenden Menschen und im gemeinsamen Tun des ehrenamtlichen Teams.