Der stellvertretenden Leiterin der Bahnhofsmission, Julia Wawra, sind die Gäste immer willkommen. Foto/can
Immer mehr Menschen suchen Hilfe bei den bayerischen Bahnhofsmissionen und immer häufiger sind sie gesundheitlich belastet. Die zwölf Einrichtungen im Freistaat verzeichneten 2025 einen deutlichen Anstieg: Mehr als 1.000.000 Hilfeleistungen bei etwa 620.000 Kontakten, rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Die Bahnhofsmission der Caritas in Passau hatte im vergangenen Jahr mehr als 31.000 Kontakte. Im Vorjahr waren es 25.000 Kontakte. Neben den Umstiegshilfen sind es vor allem Obdachlose, Menschen in prekären Lebenslagen, sucht- und psychisch Kranke und einsame Menschen, die Hilfe benötigen. Ihr Leben ist geprägt von Armut und Mangel, Krankheit und sozialer Isolation.
"Zeit schenken, Hoffnung stiften"
Am Samstag, 18. April wird in Passau der "Tag der Bahnhofsmission" begangen; von 10.00 bis 13.00 Uhr unter dem Motto "Zeit schenken, Hoffnung stiften". Es wird einen Kuchenverkauf in der Bahnhofshalle geben und Interessiert sind gerne eingeladen, sich die BM vor Ort anzuschauen und mit den Mitarbeiter:innen über die vielfältigen Angebote ins Gespräch zu kommen; auch um finanzielle Unterstützung zu bitten. Einen Großteil der täglichen Arbeit in den Bahnhofsmissionen tragen Ehrenamtliche. Sie leisten täglich schnelle und unbürokratische Hilfe, hören zu, stabilisieren in Krisen und vermitteln in weiterführende Angebote oder unterstützen Reisende am Bahnsteig. Sabine Weiß, die Leiterin des Fachbereiches Besondere Lebenslagen: "Wir sind Anlaufstelle für Reisende in Not und für Diejenigen, die keine anderen Möglichkeiten für soziale Begegnung haben und manchmal nur einen Ort brauchen, der sie vor Hitze/Kälte und sozialer Not schützt. Unser Angebot ist kostenfrei und niederschwellig. Die Tür der Bahnhofsmission ist für alle offen".