Caritasdirektor Tendeng informiert über die Lage im Senegal
Der Caritasdirektor der Diözese Saint-Louis, Alex Ismael Tendeng, traf sich mit den Caritasvorständen. Diakon Josef Gruber (2.v.li.) ist seit vielen Jahren in der KLB-Partnerschaftsarbeit engagiert und begleitet den Gast aus Afrika.Caritas
Am Montag, 19. Juni, war der Caritasdirektor der Diözese Saint-Louis, Alex Ismael Tendeng, zu Gesprächen in Passau. Die Caritasvorstände Michael Endres und Konrad Niederländer informierten sich über die Lage in dem westafrikanischen Land.
Seit 1956 ist die Katholische Landvolkbewegung der Diözese Passau dort in der Projektarbeit, schwerpunktmäßig im Brunnenbau, partnerschaftlich aktiv. Der Wassermangel ist auch in diesem Land das Hauptproblem, wie Caritasdirektor Tendeng berichtete. Der Norden des Landes entvölkere sich. Das Grenzgebiet zu Mauretanien und Mali sei nur schwer zu bewirtschaften, der Boden ausgedörrt und der Regen lasse oft lange auf sich warten. Wenn die Lebensgrundlagen vor Ort einfach nicht mehr gegeben seien, setze die Fluchtbewegung ein. Dies in einem Land, das zu 60 Prozent von der Landwirtschaft lebe. Deshalb versucht die Caritas jetzt in Projekten einer Frauenkooperative das Bewässerungssystem und damit den Gemüseanbau voranzutreiben. Es geht dabei auch um Bildungs- und Bewusstseinsarbeit im Bereich schadstoffreduzierten Landbaues und nachhaltigem Wirtschaften. Ziel, so Diakon Josef Gruber von der KLB, sei es, das Land nach und nach von Importen unabhängiger zu machen. Für den Caritasdirektor aus Saint-Louis geht es dabei auch um Chancen für junge Leute. 80 Prozent der Bevölkerung sei unter 25 Jahren alt. Dafür möchten Caritas und KLB Schwerpunkte im ländlichen Raum des Senegal setzen.