Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR waren Ende 2025 weltweit 117,8 Millionen Menschen auf der Flucht oder vertrieben.Foto: Pixabay/Bonnie Ferrante
Flucht ist mehr als eine Zahl
Zum Weltflüchtlingstag erinnert der Caritasverband für die Diözese Passau daran, dass Flucht kein abstraktes Thema ist. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch: mit einer Geschichte, mit Ängsten, mit Verlusten - und mit der Hoffnung auf Sicherheit und eine neue Perspektive.
Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR waren Ende 2025 weltweit 117,8 Millionen Menschen auf der Flucht oder vertrieben. Dazu zählen Flüchtlinge, Asylsuchende, Binnenvertriebene und weitere Menschen, die internationalen Schutz benötigen. Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche.
Schutz, Würde und Menschlichkeit
In politischen Debatten geht es häufig um Grenzen, Begrenzung und Zugangszahlen. Dabei darf nicht in den Hintergrund treten, was Flucht für die einzelnen Menschen bedeutet: Angst, Unsicherheit, Trennung von Familie, der Verlust von Heimat und oft ein langer Weg durch Behörden, Verfahren und neue Lebensrealitäten.
Vor 75 Jahren wurde die Genfer Flüchtlingskonvention verabschiedet. Sie ist bis heute eine zentrale Grundlage des internationalen Flüchtlingsschutzes. Sie schützt Menschen, die vor Verfolgung, Krieg und Gewalt fliehen müssen, und verpflichtet Staaten, Schutzsuchende nicht schutzlos zurückzulassen.
Als Caritas Passau setzen wir am Weltflüchtlingstag ein Zeichen für Menschlichkeit, Zusammenhalt und Solidarität. Jeder Mensch hat eine unverlierbare Würde - unabhängig von Herkunft, Aufenthaltsstatus oder Lebensgeschichte.
Kostenlose Beratung im Konradinum
Die Flüchtlings- und Integrationsberatung der Caritas Passau unterstützt kostenlos Asylsuchende sowie zugewanderte Menschen in den ersten drei Jahren nach ihrer Einreise nach Deutschland und bei Bedarf auch darüber hinaus. Ziel der Beratung ist Hilfe zur Selbsthilfe.
Die Beratung umfasst Fragen während und nach dem Asylverfahren, asyl- und ausländerrechtliche Themen, Sozialleistungen, berufliche Integration, Integrationskurse, Ausbildung und Arbeit. Außerdem unterstützt die FIB beim Kontakt zu anwaltlicher Beratung, Behörden und Krankenversicherungen, bei persönlichen Problemen, medizinischen Fragen, Krankheit, Trauma oder Behinderung sowie bei Themen rund um Kindergarten, Schule, Rückkehr oder Weiterwanderung.
Bei Bedarf informiert die Flüchtlings- und Integrationsberatung auch über weitere Hilfsangebote und vermittelt an andere Fachdienste und Beratungsstellen.