Gemeinsam mit der Freiwilligenagentur Pack ma’s der Hans-Lindner-Stiftung hatte die Gemeindecaritas zu der Veranstaltung eingeladen. Referentin Sonja Geigenberger führte die Teilnehmenden durch den Vormittag und zeigte praxisnah auf, welche Herausforderungen und Chancen sich für Vereine heute ergeben.

Im Mittelpunkt standen die Veränderungen in Arbeitswelt und Freizeitverhalten. Viele klassische Vereinsstrukturen passen nicht mehr zu den Lebensrealitäten der Menschen. Um weiterhin Mitglieder zu gewinnen und Vorstandsämter besetzen zu können, seien neue Wege und flexible Strukturen notwendig.
Gemeinsam diskutierten die Teilnehmenden Fragen wie: Was zeichnet gute Vorstandsarbeit aus? Welche Aufgaben hat eine moderne Vorstandschaft? Wie können neue Vorstände gewonnen und gezielt angesprochen werden? Und wie gelingt eine gute Übergabe innerhalb eines Vereins?
Deutlich wurde dabei, dass das Image eines Vereins entscheidend für die Nachwuchsgewinnung ist. Motivierte Vorstände, interessante Inhalte und aktive Engagierte tragen wesentlich dazu bei, Menschen für ein Ehrenamt zu begeistern und langfristig zu binden.
Ein gemeinsames Mittagessen im Schlossbräu Arnstorf bot Gelegenheit zum weiteren Austausch und rundete die Fortbildung ab.
Im gesamten Bistum Passau engagieren sich rund 80 Pfarr- und Ortscaritasvereine für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Damit ist die Caritas besonders auch in ländlichen Regionen stark vertreten. Die Vereine leisten mit ihren vielfältigen Angeboten einen wichtigen Beitrag für eine solidarische Gesellschaft. Neben Trägerschaften wie Kitas, Tafeln oder Kleiderkammern organisieren sie unter anderem Seniorentreffs, Angebote für Kinder und Jugendliche sowie Spendenaktionen für Menschen in akuten Notlagen. Zudem unterstützen die Caritasvereine zweimal jährlich die Caritassammlung. Ein Teil der Spenden verbleibt direkt vor Ort, um unbürokratisch helfen zu können, der andere Teil ermöglicht professionelle Hilfsangebote des Diözesancaritasverbandes.