Den Bausatz für die Rührtrommeln haben die Wolfsteiner Werkstätten der Caritas hergestellt. Teamleiter Holz Christian Wittensöllner (li.) und Alexander Lorenz zeigen das Holzprodukt. Foto: can/wd
Die Bayerische Landesausstellung 2026 ist ein Festival bayerischer Klänge, Rhythmen und Melodien jenseits der üblichen Klischees. Was ist typisch bayerisch, und was trägt Bayern musikalisch in die Welt hinaus? So bunt und vielstimmig wie heute war Musik in Bayern noch nie. Das Haus der Bayerischen Geschichte lädt bis 8. November zu einer Reise durch die Jahrhunderte bis zu den Sounds von heute. Dabei ist die Caritas Passau ein Partner.
So funktioniert die Rührtrommel: Durch die Holzleisten entstehen verschiedene Ton-höhen. Man führt den kleinen Holzschlägel im Inneren kreisförmig an den Lamellen entlang. Je nach Drehrichtung werden die Töne höher oder tieferFoto: can/wd
Rührtrommeln der Wolfsteiner Werkstätten
Die Wolfsteiner Werkstätten stellen einen Bausatz für zur Verfügung. Diese Bausätze können Schulklassen zusammen mit einem Instrumentenbauer bei der Landesausstellung im Rahmen eines besonderen buchbaren Angebotes zusammenbauen und verfeinern. Jedes Kind darf dann sein Instrument natürlich mit nach Hause nehmen. Und so geht das. Auf einem runden Holzboden sind unterschiedlich lange Holzlamellen (Zungen) kreisförmig montiert. Durch die unterschiedlichen Längen der Holzleisten entstehen verschiedene Tonhöhen. Die kreisförmige Anordnung dient als natürlicher Klangverstärker. Man führt den kleinen Holzschlägel im Inneren kreisförmig an den Lamellen entlang. Je nach Drehrichtung werden die Töne höher oder tiefer, was ein "perlendes" Glissando erzeugt. Die einzelnen Holzplatten können auch gezielt von außen wie bei einem herkömmlichen Xylophon angeschlagen werden, um Melodien zu spielen. Alternativ zum Schlägel kann man eine Holz- oder Glasmurmel im Inneren kreisen lassen, um einen kontinuierlichen Klangteppich zu erzeugen.
Mitmachen wird großgeschrieben
Vom Klang eines Wassertropfens über Choräle, höfische Opern, den Traditionen der Volksmusik bis hin zu Schlager, Rock, Pop, Rap und Techno in der Jetztzeit. "Dabei wird Mitmachen großgeschrieben. Und das nicht nur im Freyunger TonYversum, sondern auch im Dreiländereck", stellt Dr. Richard Loibl, der Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte in Aussicht. Im Schulterschluss mit den Partnern der Stadt Freyung präsentiert sich "Musik in Bayern" als erste Bayerische Landesausstellung, die an den 199 Ausstellungstagen bis zum 8. November täglich ein musikalisches Live-Programm quer durch alle Sparten der Musik anbietet. So gastieren am 10. Juli um 17.00 Uhr "Tom und Basti" in den Wolfsteiner Werkstätten.
Freyungs Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich freute sich, dass sich das Haus der Bayerischen Geschichte mit der Stadt Freyung bei der Umsetzung für diese Landesausstellung auf viele neue Wege eingelassen hat. "Ein denkmalgeschütztes Haus wurde saniert, durch einen Anbau ergänzt, viele Synergien genutzt. Entstanden ist etwas Großartiges - eine Ausstellung, die begeistert. Musik wird an 199 Tagen erlebbar. Zur Ausstellung ist im Verlag Friedrich Pustet ein opulent ausgestatteter Katalog erschienen, der Bayerns Musik quer durch alle Zeiten und Genres darstellt. Dazu kommen zahlreiche Essays sowie ein reich bebilderter Rundgang mit sämtlichen Ausstellungsexponaten.